Jurassica Museum

Forschungs- und Konservierungszentrum

Forschungs- und Konservierungszentrum

Das Forschungs- und Konservierungszentrum (FKZ) befindet sich in Porrentruy zwischen dem Museum und dem Botanischen Garten von JURASSICA. Es ist ein wissenschaftliches und operatives Zentrum, das zwei Einrichtungen mit sich ergänzenden Aufgaben unter einem Dach vereint: JURASSICA, das den Naturwissenschaften, insbesondere der Paläontologie, den Geowissenschaften und der Botanik, gewidmet ist, und die Kantonsarchäologie, die für die Erforschung und Erhaltung des archäologischen Erbes des Jura zuständig ist. Diese gemeinsame Einrichtung bietet die notwendigen Voraussetzungen für die Forschung, die Erhaltung und die Vermittlung der paläontologischen, archäologischen und naturwissenschaftlichen Sammlungen des Kantons Jura.

Ein wissenschaftliches Zentrum im Dienst des jurassischen Kulturerbes

Das FKZ und die Kellerräume des Schlosses von Porrentruy beherbergen fast eine Million Objekte, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Bedeutung ausgewählt wurden und aus den Sammlungen von JURASSICA und der Kantonsarchäologie stammen. Dieses Erbe dokumentiert rund 152 Millionen Jahre Geschichte und Leben im Jura, von Fossilien und Dinosaurierspuren aus dem Jura bis hin zu archäologischen Funden und naturwissenschaftlichen Sammlungen. Die Bestände stammen insbesondere aus den umfangreichen Ausgrabungskampagnen, die seit 1990 entlang der Autobahn A16 durchgeführt wurden, sowie aus historischen Sammlungen, die von Naturforschern vom Ende des 18. bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zusammengetragen wurden, darunter Jules Thurmann, Frédéric-Edouard Koby, Albert Perronne und André Rais.

Das FKZ ist Eigentum der Republik und des Kantons Jura und beherbergt die Direktion, die Verwaltung sowie die Bereiche Forschung, Sammlungsmanagement und Vermittlung von JURASSICA. Zudem sind dort die Direktion, die Verwaltung und die Forschungsaktivitäten der Kantonsarchäologie angesiedelt. Diese räumliche Nähe fördert den Austausch von Fachwissen und die Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaften, Paläontologie, Geowissenschaften und Archäologie, wobei die jeweiligen Aufgaben der beiden Einrichtungen gewahrt bleiben.

Sammlungen Sammlungen

Räume für Konservierung, Forschung und Öffentlichkeit

Im Herzen des Gebäudes werden die im Untergeschoss aufbewahrten Sammlungen von streng kontrollierten Bedingungen zu Nutze gemacht. Knochen, Fossilien, archäologische Objekte, Herbarien und taxidermische naturkundliche Tierpräparate werden dort in klimatisierten Depots mit mobilen Regalsystemen gelagert.

Das FKZ verfügt zudem über ein Präparations- und Restaurierungslabor, das mit modernster Technik ausgestattet ist. Hier werden die Objekte präpariert, untersucht, dokumentiert und stabilisiert, bevor sie in die Sammlungen aufgenommen oder der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Labor spielt eine zentrale Rolle im wissenschaftlichen Arbeitsprozess und steht in engem Zusammenhang mit den Ausgrabungen im Gelände sowie mit Forschungs-, Digitalisierungs- und universitären Lehrtätigkeiten.

Der Workshopraum des Forschungs- und Konservierungszentrums wurde als Ort der Begegnung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit konzipiert und bietet Raum für pädagogische Aktivitäten, Aufführungen, universitäre Lehrveranstaltungen und Vorträge.

Labor Labor

Ein vorbildliches und nachhaltiges Gebäude

Das Gebäude entstand aus dem 2019 gewonnenen Architekturwettbewerb mit dem Projekt « ORIGINES » des Architekturbüros Figueiredo Pena Amos Architectes (Meyrin) und fügt sich vollständig in die Nachhaltigkeitspolitik des Kantons Jura ein. Sowohl die Tragstruktur als auch die Fassaden bestehen überwiegend aus Holz. Das Gebäude trägt das Minergie-P-Label und ist zur Erzeugung von Solarenergie mit Photovoltaikziegeln ausgestattet.

Seine zeitgenössische Architektur tritt in einen Dialog mit der Villa Beucler, in der sich das Museum befindet. Das zurückhaltend gestaltete und harmonisch in seine Umgebung integrierte Gebäude umfasst drei oberirdische Geschosse und ein grosszügiges Untergeschoss. Seine Organisation ist auf die Konservierung, die wissenschaftliche Arbeit – insbesondere mit einem völlig neuen Präparationslabor – und den Empfang der Öffentlichkeit ausgerichtet.

CRC CRC

Ein Ort, offen für seine Umgebung

Die Aussenbereiche des FKZ wurden als natürliche Erweiterung des Botanischen Gartens und im Einklang mit dem gesamten Museumskomplex gestaltet. Einrichtungen im Aussenbereich wie ein Schildkrötenpark und eine lebensgrosse Allosaurus-Skulptur bieten den Besucherinnen und Besuchern einen ersten Einblick in die Welt der Paläontologie und der Naturwissenschaften.

Weit mehr als nur ein Verwaltungsgebäude ist das Forschungs- und Konservierungszentrum eine gemeinsame Infrastruktur im Dienste von JURASSICA und der Kantonsarchäologie. Es ermöglicht die Zentralisierung wissenschaftlicher und administrativer Tätigkeiten, die gemeinsame Nutzung spezialisierter Infrastrukturen und die Förderung der Zusammenarbeit mit akademischen und wissenschaftlichen Institutionen.

Dank der sich ergänzenden Institutionen, die es beherbergt, trägt das FKZ somit zur Erforschung, Erhaltung und Vermittlung des natürlichen und archäologischen Erbes des Jura sowie zu dessen wissenschaftlicher und öffentlicher Ausstrahlung bei.

Allosaurus Allosaurus

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Holztragwerk Holztragwerk

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Atelierraum Atelierraum

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